RUND UM DIE PRAXIS

Prop-Review: Yogabum Hot Yoga Towel (doppelseitiges Yoga-Handtuch)

Spätestens bei sommerlichen Temperaturen wird Yoga zur schweißtreibenden Angelegenheit. Im Handel findet man zwar "Yoga-Handtücher”, die man sich auf die Matte legt und bei denen Noppen auf der Unterseite ein Verrutschen verhindern. Doch deren Oberseite ist oft selbst recht rutschig. Hier soll das "Hot Yoga Towel" von Yogabum helfen - und mit Noppen auf beiden Seiten stets für optimalen Halt sorgen.

VON NICO JURRAN | 21. JULI 2014

Schweiß während der Yoga-Praxis ist nicht nur unangenehm, sondern überaus hinderlich. Denn die meisten Yogamatten verwandeln sich trotz aller Anti-Rutsch-Versprechen in Rutschbahnen, wenn sie feucht werden. Schon der Herabschauende Hunde ist dann kaum noch zu halten, bei einigen Asanas kann es sogar gefährlich werden: Ich selbst habe erlebt, wie ein Yogi im Rad mit den Händen wegrutschte und auf den Kopf knallte.

Yoga-Handtücher (mit Noppen auf der Unterseite gegen ein Verrutschen) sind ein guter Ansatz. Nur leider sind die Oberseiten dieser „Yoga Towels“ wie die gewöhnlicher Handtücher, sodass es im Vergleich zur (trockenen) Yogamatte am Grip mangelt. In ihrer Not drehen einige Yogis die Handtücher daher um, also mit den Noppen nach oben – nur hapert es dann wiederum an dem Kontakt zwischen Yoga Towel und Matte.
 

Das Hot Yoga Towel

Abhilfe verspricht die britische Firma Yogabum mit ihrem „Hot Yoga Towel“, das dem Problem mit Noppen auf beiden Seiten begegnet: Silikon-Tupfen auf der Unterseite sollen ein Verrutschen des Handtuchs auf der Matte verhindern, während Silikon-Wellen auf der Oberseite den Yogi sicher auf dem Tuch halten. Verfügbar ist es in den Farben Sea Blue (blau), Orchid Purple (violett) und Cappuccino (ein braun-grauer Ton) – zumindest theoretisch. Die Nachfrage ist groß, die Verfügbarkeit dementsprechend beschränkt.

Ich bestellte mein Exemplar direkt in Großbritannien, was inklusive Pay-Pal-Gebühr und Versand am Ende rund 35 Euro kostete. Mittlerweile hat Yogabum aber bei Amazon Deutschland eine Bestellmöglichkeit eingerichtet. Das Handtuch kostet hier nur 26,50 Euro, Prime-Mitglieder erhalten es versandkostenfrei. Die verschiedenen Farben lassen sich auswählen; auch hier sind wegen der Nachfrage nicht immer alle erhältlich.

 

Die „technischen Daten“

Das Hot Yoga Towel hat eine an Standardmatten angepasste Größe von 180 x 60 cm; eine Variante für XL-Matten von XL-Menschen wie mich hat Yogabum leider aktuell nicht im Sortiment. Wie andere Yoga-Handtücher besteht auch dieses aus einem Mikrofaser-Gemisch (hier 80% Polyester und 20% Polyamid), wodurch es das Siebenfache seines Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann und schnell trocknet.

Apropos Gewicht: Das beträgt offiziell nur 360 Gramm. Beim Auswiegen kam ich zwar auf 429 Gramm, dieser Wert liegt aber immer noch deutlich unter den 637 Gramm, die ein gewöhnliches Yoga Towel (mit Noppen auf einer Seite) von Yogistar auf die Waage bringt. Das Hot Yoga Towel wird damit zurecht als „reisetauglich“ beworben.

Waschen lässt sich das Hot Yoga Towel laut Hersteller bis zu 500-mal, jeweils bei bis zu 40 Grad – und ohne Weichspüler!

 

Der Praxistest

Ich nahm das Hot Yoga Towel Sonntagfrüh mit zu einer Ashtanga-LED-Klasse, in der ich schon so garantiert schwitze; hinzu kamen diesmal hohe morgendliche Temperaturen. So mangelte es nicht an Testflüssigkeit, die das Handtuch auch gewissenhaft aufnahm.

Da das Hot Yoga Towel dünner ist als mein gewöhnliches Yoga-Handtuch, befürchtete ich, dass es trotz Noppen an der Rückseite verrutschen könnte, wenn ich etwa aus dem Herabschauenden Hund nach vorne springe. Tatsächlich bliebt es ungerührt von derartigen Aktionen flach liegen. Auch den nächsten Test absolvierte es souverän: Als ich im Trikonasana die Füße energetisch zueinander zog, schob sich es sich weder zusammen, noch vermittelte es mir das Gefühl, meine Füße würden tatsächlich zueinander rutschen.


Jedes Hot Yoga Towel wird mit einem kleinem Netzbeutel aus Plastik ausgeliefert.

Dass das Hot Yoga Towel während der Stunde ein-, zweimal umklappte, war dem Umstand geschuldet, dass es nicht ganz mit dem Ende meiner XL-Matte abschließt und ich aus Versehen schon mal mit dem Fuß das Handtuch hochhob. Auf einer Standardmatte passiert das nicht, aber auch so war dies nicht wirklich ein Problem.

 

Fazit

Das Hot Yoga Towel gefällt mir super, die Anti-Rutsch-Eigenschaften durch die beidseitigen Silikon-Noppen überzeugen. Eigentlich erstaunlich, wie simpel die Lösung ist. Auch an der Saugkraft des Yoga-Handtuch ist nichts auszusetzen.

Ich werde es daher jetzt wohl häufiger mit zur Praxis nehmen – und auch zu Stunden in fremden Studios. Schließlich stehen dort nicht selten Leihmatten bereit, auf denen man schon mit feuchten Händen ordentlich ins Rutschen kommt. Als einziger Wunsch bliebe eine XL-Version passend zu meiner Yoga-Matte mit Überlänge.
 

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